1. Thomas Wohler

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    Vorstellung Leitungskreis: Thomas Wohler


    Thomas Wohler ist Absolvent des Theologisch-Diakonischen Seminars (TDS) in Aarau / Schweiz. Er war zunächst sechs Jahre im Pfarramt der Evangelisch-reformierten Landeskirche in St.Gallen tätig und ist seit 1999 Pfarrer in der Freien Kirche Uster. Thomas ist verheiratet mit Esther und hat drei erwachsene Kinder.

     

    Auf die Frage hin, weshalb Biblische Seelsorge für ihn so wichtig ist, antwortet Thomas:

    Seit meiner Kindheit hat Gott in mein Herz ein tiefes Vertrauen in die Bibel als das wahrhaftige und unfehlbare Wort Gottes verankert. Während meiner Ausbildung sind mir die Reformatoren des 16. Jahrhunderts vertraut geworden. Ihr Leben und ihr unerschütterlicher Glaube an den Dreieinigen Gott haben mich tief beeindruckt. Die reformatorische Theologie hat mir für die Gemeindearbeit ein solides Fundament gelegt, das sich bewährt hat und immer wieder neu bewährt.

    Als ich vor einigen Jahren auf den 3L-Verlag aufmerksam gemacht worden bin, las ich zuerst ein paar Bücher von Martyn Lloyd-Jones. Diese Bücher waren hilfreich und ermutigend. Da Lloyd-Jones immer wieder auf die Puritaner verwies und der 3L-Verlag anfing, eine stattliche Anzahl puritanischer Literatur herauszubringen, hat es mich vollends gepackt. Die praktische, lebensnahe und für den Glaubensalltag konkrete Theologie hat mein Interesse an Seelsorge weiter genährt. Und so begann ich auch noch die zeitgenössischen Autoren der Seelsorgebücher aus dem 3L-Verlag zu verschlingen.

    In dieser Zeit entstand ein erster Kontakt zu der „Interessengemeinschaft für Biblische Seelsorge“ (IfBS) in der Schweiz. Schließlich hatte ich das Vorrecht im Rahmen meines Studienurlaubs im Jahr 2012 als Gasthörer ein Semester am CCEF (Christian Counseling & Educational Foundation) bei Philadelphia in Pennsilvania zu besuchen. Über alle diese Begebenheiten kam es bald danach zu weiteren Kontakten in Deutschland und der sich dort anbahnenden Idee, ein Netzwerk für Biblische Seelsorge im deutschsprachigen Raum aufzubauen.

    Der Ansatz der Biblischen Seelsorge ermutigt mich im Gemeindealltag immer wieder auch angesichts von Leid, Sünde und Schwachheit darauf zu vertrauen, dass Gott sein Werk, das er in den Gläubigen angefangen hat, gewiss auch vollenden wird. Zu erkennen, dass das höchste Ziel meiner Existenz die Ehre und Anbetung Gottes ist, gibt meinem Leben höchsten Sinn und vollkommene Erfüllung. Zu wissen, dass wir es mit einem souveränen und gerechten Gott zu tun haben, schenkt mir Trost und Gelassenheit auch dort, wo ich selber nur ohnmächtig und sprachlos bin. Zu sehen, dass Gottes Wort lebendig und wirksam ist, dass es sündige, verhärtete oder verbitterte Herzen heilsam entlarvt und durch Gottes Gnade verändert – selbst wenn sich schlimmste äussere Umstände nicht (sofort) verändern bzw. verhindern lassen sollten, bin ich immer wieder erstaunt über unseren wunderbaren und treuen Erlöser und Hirten Jesus Christus, von dessen Liebe uns nichts und niemand je trennen und aus dessen Hand uns niemand je reißen könnte.

    Was für eine unerschütterliche Hoffnung! Was für ein herrlicher Gott! Weshalb also Biblische Seelsorge? Weshalb nur Biblische Seelsorge? Genau deshalb: denn „Das ist mein Trost in meinem Elend, dass dein Wort mich am [ewigen] Leben erhält!“ (Psalm 119,50) … zu Gottes Ehre und zu unserer ewigen Freude!

  2. Friedhelm Anhuth

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    Vorstellung Leitungskreis: Friedhelm Anhuth

     

    Friedhelm Anhuth leitet nach 35jähriger Berufstätigkeit in der Wirtschaft zusammen mit seiner Frau Gudrun den 3L Verlag, der im Februar 2000 in Friedberg gegründet wurde.
    Gemeinsam mit Michael Martens als Pastor war Friedhelm mehrere Jahre Ältester in der FeG Friedberg.

     

    Auf die Frage hin, weshalb Biblische Seelsorge für ihn so wichtig ist, antwortet Friedhelm:

    Es begann mit dem Lesen der Puritaner, die im Kern immer wieder auf die Notwendigkeit der Veränderung des Herzens hinweisen, um in der persönlichen Heiligung zu wachsen. Dies ist ja auch ein zentraler Punkt in der Biblischen Seelsorge. Praktizierte Biblische Seelsorge ist nicht nur wichtig für Kirchen und Gemeinden allgemein, sondern für jeden einzelnen von uns, um ein Leben zur Ehre und Herrlichkeit Gottes zu führen.

    Aus diesem Grund war Biblische Seelsorge im 3L Verlagsprogramm von Anfang an ein Schwerpunkt. So veröffentlichten wir schon im Jahr 2003 das erste Seelsorge Buch „Befreit leben“ (engl. Titel „When people are big and God is small“ von Edward T. Welch).
    In der Zeit der ersten Veröffentlichung intensivierten wir auch den Kontakt zu CCEF (Christian Counseling and Educational Education) in Philadelphia und nahmen an mehreren Seelsorgekonferenzen von CCEF in den USA teil.
    Da wir als Verlag von der Arbeit des CCEF und seiner Autoren wie Edward T. Welch, David Powlison und Paul D. Tripp, um nur einige zu nennen, überzeugt waren, folgten nun Jahr für Jahr mehrere Bücher dieser Autoren.
    Neben diesen Veröffentlichungen weiterer Seelsorgetitel war es mir zusammen mit Michael M. immer ein Anliegen, Biblische Seelsorge in den Gemeinden bekannt zu machen. Es hat allerdings dann noch Jahre gedauert, bis diese Idee mit der Gründung des NBS verwirklicht wurde.
    Mir ist es ein Anliegen, durch den 3L Verlag die Arbeit des Netzwerkes mit biblisch fundierter Seelsorge-Literatur zu unterstützen, damit neben dem Wort Gottes auch Bücher helfen, Herzen zu verändern und unserem Herrn immer ähnlicher zu werden.

    Friedhelm und seine Frau Gudrun sind seit 1968 verheiratet und haben 5 Kinder und 10 Enkelkinder.

  3. Befreit Leben – Leseprobe

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    Heute stellen wir ein Buchkapitel aus Edward T. Welch „Befreit Leben“ vor.

    Wen fürchten wir (wen meinen wir zu brauchen, wer beherrscht uns)?
    Fürchten wir Gott oder die Menschen? Die Bibel nennt uns
    drei Beweggründe für unsere Menschenfurcht:
    1. Weil Menschen uns bloßstellen und demütigen können
    2. Weil wir von ihnen abgelehnt, lächerlich gemacht und
    verachtet werden können
    3. Weil wir angegriffen, unterdrückt oder bedroht werden können
    Selbstachtung, Gruppenzwang, Ablehnung, das ständige Streben nach Anerkennung – der Autor Edward T. Welch entlarvt diese Verhaltensweisen als Menschenfurcht. Menschen werden größer und mächtiger angesehen als Gott. Aus dieser „Furcht“ heraus geben wir ihnen die Macht und das Recht, uns vorzuschreiben, was wir fühlen, denken und tun sollen. Die Frage, ob wir uns lächerlich machen, beschäftigt uns viel mehr (Menschenfurcht) als die Frage, ob unser Verhalten Sünde ist (Gottesfurcht).
    Edward T. Welch zeigt den biblischen Weg aus dieser Sackgasse – den Weg zu einem echt befreiten Leben.

    Was wir wirklich brauchen

    Doch nun zurück zu der Frage: Wer sind wir? Wir haben gesehen, dass manches, was wir als echtes Bedürfnis empfinden, nichts
    mit dem Ebenbild Gottes in uns zu tun hat. Aber wir haben noch nicht darüber gesprochen, wie dieses Ebenbild aussieht. Was ist die biblische Alternative zur Auffassung, der Mensch sei ein leerer Becher?
    Da der Mensch als Abbild Gottes ja Gott ähnlich ist (1.Mose 1,27), muss unsere erste Frage lauten: „Wer ist Gott?“ Jede Lehre über die Gottesebenbildlichkeit des Menschen muss mühelos und ständig zwischen
    Gotteserkenntnis und Selbsterkenntnis hin und her wechseln können. Erst mit einer klaren Gotteserkenntnis
    können wir auch fragen: „Wer sind wir?“

    Wer ist Gott und was „braucht“ er?
    Bei Gott und seinem Reich geht es, ganz schlicht und ergreifend, um Gott – um den dreieinigen Gott, den Heiligen Israels. Was braucht der dreieinige Gott? Er braucht nichts. Er ist sich selbst genug. Der Vater liebt den Sohn, und der Sohn freut sich am Vater und will nichts als seinen Willen. Gottes größte Freude ist die Freude an sich selbst. Das mag im ersten Moment seltsam klingen, aber können wir ernsthaft denken, Gott könnte sich für irgendetwas anderes verzehren, das niedriger ist als sein eigenes, vollkommenes und heiliges Wesen? Das wäre auch für ihn Götzendienst. Denn damit würde er etwas anderes über sich, den Schöpfer, erhöhen. Gottes Absicht aber ist, sich selbst und seine Herrlichkeit groß zu machen. Er will seinen Namen erhöhen. „Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit!“ (Röm 11,36).

    Wenn du mehr lesen willst, kannst du dir das Kapitel 9 hier als PDF herunterladen: Befreit Leben – Leseprobe.

  4. Vorstellung des EBTC

    von

    Institutioneller Partner

     

    Unser Ziel ist:
    Treue Menschen für das Werk des Dienstes auszubilden
    2. Tim 2,2

     

    Das EBTC ist eine private Bibelschule, die 2001 mit dem Ziel gegründet wurde, Gemeinden bei der Zurüstung ihrer Mitarbeiter zu unterstützen.
    Unser Schwerpunkt und unsere Leidenschaft bestehen darin, Männer für den Predigtdienst auszubilden. Die Lehrer des EBTC sind alle in den aktiven Gemeindedienst eingebunden und kommen aus unterschiedlichen Denominationen und Regionen. Sie vereint das uneingeschränkte Vertrauen in die Inspiration, Irrtumslosigkeit und Allgenugsamkeit des Wortes Gottes für das Leben und den Dienst.
    Unser Ziel ist die Vertiefung und Festigung des Verständnisses der grundlegenden biblischen Lehren. Das Studium des Wortes Gottes ist kein Selbstzweck! Gott will, dass wir dem Bilde seines Sohnes gleichgestaltet werden.
    Im Sinne von 2Tim 4,1-5 wollen wir Gottes Wort predigen und der Gemeinde dienen, damit Gott geehrt und sein Reich vorangetrieben wird.

    Die beiden Aufbaujahre BIBLISCHE SEELSORGE I UND II richten sich an aktive Mitarbeiter (-innen) in der Gemeinde, um diese für den praktischen Seelsorgedienst in der Ortsgemeinde auszubilden und ihnen Hilfestellung für diese wichtige Arbeit zu geben.

    Der Unterricht findet jedes Schuljahr an 10 Wochenenden von September bis Juni statt.
    Inhalte und Umfang entsprechen dem Seelsorgeprogramm von ACBC (Association of Certified Biblical Counselors).

    Ziele der Aufbaujahre Biblische Seelsorge I & II:

    Biblische Seelsorge ist nicht nur für die Gemeindeleitung ein Thema, sondern alle Gläubigen sind aufgefordert einander in Liebe zu ermahnen.
    Wie in allen anderen Bereichen des Lebens bildet die Schrift auch im Hinblick auf Seelsorge die einzig verbindliche Basis, an der letztlich alles, was wir tun, gemessen wird. Als Christ soll ich mir Gedanken darüber machen, wie ich meinen Geschwistern besser dienen kann. Eine ganz praktische Art und Weise meinem Nächsten zu dienen ist, sich um das Wohl seiner „Seele zu sorgen“.
    Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass wir nicht nur gut gemeinte Ratschläge erteilen, sondern in Übereinstimmung mit der Bibel unseren Freunden mit Rat und Tat zur Seite stehen und uns immer wieder vor Augen führen, dass Gott souverän ist und es letztendlich immer um seine Ehre und Verherrlichung geht.

    Fächer der Aufbaujahre Biblische Seelsorge I & II:
    Hermeneutik (BS 1&2)
    Grundlagen der BS (BS 1)
    BS in Ehe & Familie (BS 1)
    Charakterbildung (BS 1&2)
    Fallstudien (BS 1)
    Probleme und Handhabungen (BS 1&2)
    Sprüche (BS 2)
    Praktikum (BS 2)
    Beobachten & Analysieren (BS 2)

    10 Wochenenden:
    September bis Juni

    freitags: 8:00 – 20:00 Uhr
    samstags: 8:00 – 17:30 Uhr

    15-25 Schüler pro Klasse

    ca. 10 Std. Hausaufgaben pro Woche

    Zertifikat mit 15,5 (Jahr 1) oder 13,5 (Jahr 2) Leistungspunkten

    https://ebtc-online.org/bibelschule/aufbaujahr/biblische-seelsorge/