1. Alle werden wieder zu Kindern

    von

    – Lesezeit: 12 Minuten

    Der MTA Mitarbeiter musste zweimal hinschauen als ich den Untersuchungsraum betrat. Ich war eine tickende Krebszelle. Mein Gesicht war voll Asche, meine Brille Ruß benebelt und mein sonst weißes Hemd war am Kragen und Schultern grau. Heute würde ich “die Quittung” bekommen.

    Die MRT Untersuchung von meinem Gehirn hatte rein gar nichts mit dem zu tun, was ich gerade erlebt hatte. Die Untersuchung stand an, weil ich seit Monaten Dauerkopfschmerzen habe und zu verschiedenen Ärzten ging, um die gängigen Ursachen auszuschließen. Mein Facharzt meinte, dass es nun an der Zeit sei,  den möglichen ernsten Ursachen in meinen Gehirnzellen auf den Grund zu gehen. Allerdings war diese Bedrohung einer Krebserkrankung nicht das, was meine Gedanken gerade am meisten beschäftigte. Vielmehr beschäftigte mich, welcher Bedrohung meine Familie heute Morgen ausgesetzt war.    

    Der MTA Mitarbeiter merkte nach ein paar vorbereitenden Fragen zur Untersuchung, wie gedanklich abgelenkt ich war. Er nahm mir das Klemmbrett mit all den Fragebögen freundlich aus der Hand und sagte, dass wir uns später darum kümmern werden. Er sprach mit derselben Stimme, wie ich es tue, wenn meine achtjährige Tochter Betsie etwas nicht hinbekommt, um das ich sie gebeten habe. 

    Der Assistent bat mich das Patientenhemd anzuziehen und mich auf den Tisch zu legen. An der Decke sah ich Bilder vom blauen Himmel und weißen Wolken. Ich starrte die Bilder an, als der MTA Mitarbeiter mich in die richtige Lage brachte und festschnallte. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich mit Polstern in die richtige Position gebracht wurde, oder weil ich einen Schlafanzug anziehen sollte, oder weil das merkwürdige Maschinengeräusch sich so anhörte, wie eine Unterhaltung bei der ich nichts verstand. In meinem gesamten Erwachsenenleben habe ich mich nicht mehr so sehr wie ein Kind gefühlt, wie in diesem Moment. 

    Im Angesicht von Angst werden wir alle wieder zu Kindern. Diese Verzweiflung ist ein Geschenk.

    Furcht und Feuer 

    Ich muss ein bisschen ausholen, um von der Bedrohung zu berichten, der ich gerade entkommen war. 

    Der Tag begann wie ein ganz normaler Dienstagmorgen. Die ganze Familie befand sich in ihrer Wochenroutine und sieben Personen arbeiteten neben einander her, bis alle angezogen, versorgt, ihre Sachen gepackt und das Haus verlassen hatten. Fünf Kinder gingen zur Schule, die Eltern zur Arbeit und ein Hund wurde in seine Hundebox verfrachtet.  

    Ich war im Schlafzimmer als uns alle ein außergewöhnliches Kreischen zum Erstarren brachte. Mein erster Gedanke war „Alarmstufe Gelb“ [Warnhinweis – Amber Alert -, der in den USA auf dem Handy ertönt und auf ein entführtes Kind hinweist– die wohlmeinende staatliche Übernahme unserer Handys – um uns auf ein bestimmtes Autokennzeichen aufmerksam zu machen, auf das wir achten sollen.] Ich ging davon aus, dass ich nur mein Handydisplay antippe und wir dann wieder zur Tagesordnung zurückgehen. 

    Es war Sarah, die “Feuer!” schrie! Meine Frau hat normalerweise zwei Tonlagen. “Standard” Tonlage ist für normale alltägliche Angelegenheiten. “Dringend” kommt bei Spinnen und vermeintlichen Verletzungen unserer Kinder zum Einsatz. Dieser Schrei gehörte einer dritten Kategorie an. 

    Neben unserem Schlafzimmer ist der Wäscheraum. Aus diesem Raum kam Rauch. Woran ich mich am besten erinnern kann, ist das grelle Orange der Flammen, das aus dem Trockner kamen – ein Orange, das auf alarmierende Art, nicht zu unserem Haus passte. Wir hetzten nach unten, um den Feuerlöscher zu holen und riefen unseren Kindern zu, dass sie die Feuerwehr alarmieren sollen. Nach zwei Minuten war ich wieder oben, fingerte nervös an dem Feuerlöscher herum, den ich noch nie zuvor benutzt hatte. Der Löschschaum richtete so gut wie nichts gegen das gewaltige Feuer aus. Ich starrte hilflos in das ungeheuerliche Orange, der leere Feuerlöscher hing an meiner Seite.

    Ich konnte mich nicht länger der Illusion hingeben, dass ich das Feuer unter Kontrolle bekommen würde. 

    Der Rauch stieg jetzt schwarz wie Öl auf. Sarah rief mir zu, dass ich aus dem Haus kommen soll. Ich war auf halben Weg die Treppe hinunter gegangen, als ich etwas ganz Gravierendes feststellte. Ich hatte gesehen, wie unsere vier älteren Kinder das Haus verlassen hatten,  aber nicht unsere Jüngste – unsere Betsie. 

    Ich erinnere mich noch daran, dass ich von meiner eigenen Stimme überrascht war, als ich wieder die Treppen hochraste und ihren Namen rief. Es kam einem tierischen wehklagen gleich. Es war ein Ausdruck größter Hilflosigkeit. Als wenn man in einer unbekannten Atmosphäre nach etwas sucht, das man liebt. 

    Angst lässt uns zu Kindern werden 

    Diese Gedanken ließen mich nicht los, als ich im MRT lag. Meine verzweifelte Suche dauerte nur ungefähr 15 Sekunden an, bis ich Sarah rufen hörte, dass Betsie bei den Nachbarn sei. Aber diese 15 Sekunden hatten etwas in mir verändert. Sie brachten eine Verzweiflung in mir hervor, die ich vorher noch nie erlebt hatte. Dieses ungeheuerliche Orange und furchtbare Schwarz hatten mir bewiesen, dass ich nicht die Fähigkeit besaß, die Dinge in meinem Leben zu kontrollieren, die mir am wichtigsten sind. Ich war wie ein Kind. 

    Wenn wir Angst haben, werden wir alle wieder wie Kinder. Wenn unsere Sicherheit auf dem Spiel steht, merken wir wie abhängig wir sind. Wir können weder unsere eigene Sicherheit gewährleiten, noch die Sicherheit derer, die von uns abhängig sind. Wir haben unser Leben nicht in der Hand. Diese Tatsache ist tiefgreifend beunruhigend.

    Aus diesem Grund haben mich die Worte Jesu nie wirklich getröstet, wenn er sagt, dass das Reich Gottes für Kinder ist. Was sich zunächst nach einer niedlichen und gefühlvollen Aussage anhört, ist in Wahrheit eine der schwierigsten Äußerungen Jesu. Er hebt eine Eigenschaft von Kindern hervor, von der wir Erwachsenen oft wünschten, sie träfe nicht auf uns zu: Kinder wissen ganz genau, dass sie Hilfe brauchen. 

    Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annehmen wird wie ein Kind, wird nicht hineinkommen (Lukas 18,17). 

    Kinder wissen, dass sie die Dinge nicht in der Hand haben – darum müssen sie oft um Dinge bitten. Das Schlüsselprinzip ist – wie ein Kind zu empfange. Lukas platziert diese Geschichte in Mitten einer Reihe anderer Geschichten. Diese Geschichten zeigen den Kontrast zwischen erfolgreichen Menschen, die sich ihrer Hilflosigkeit nicht bewusst waren und verzweifelten Menschen, die sich schmerzlich bewusst waren, dass sie Hilfe brauchen. Jesus machte deutlich: die nötige Herzenshaltung um Gottes Gnade zu empfangen, ist zu akzeptieren, dass wir bedürftig sind. In Zeiten der Not wird uns unsere Bedürftigkeit sehr bewusst. Verzweiflung kann somit ein Tor zum Reich Gottes sein. 

    Es sollte uns nicht überraschen. Jesus selbst lernte die Verzweiflung kennen. Der Schreiber des Hebräerbriefes sagt uns, dass er, obwohl er Gott ist, als Mensch denselben Bedrohungen ausgesetzt war wie wir. Er kannte den gleichen Verlust, die gleiche Versuchung, das gleiche Leid. Als Mensch lernte Jesus das Wehklagen. Sein Schreien war tiefer als unsere größte Verzweiflung. Und dennoch hat er in diesen unglaublichen Bedrohungen Seinem Vater vertraut (Heb. 4,14-16; 5,7-19). Jesus kannte Verzweiflung. 

    Glaube wird nicht in einem sicheren Umfeld, sondern in mitten von Verzweiflung unter Beweis gestellt. Jesus zeigte, dass er dem Vater vertraute, gerade weil er nicht in Sicherheit war. Der Schreiber des Hebräerbriefes lässt Jesus ein Lied aus dem Alten Testament singen:  

    Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen. Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir gegeben hat. (Heb. 2,13)

    Wir sind diese Kinder. Wie Jesus lernen wir Verzweiflung, damit wir Vertrauen lernen. Das ist der Weg, den Jesus für uns geebnet hat. Es gibt keinen anderen Weg. 

    Friede in mitten der Angst

    Mir war das alles noch nicht so klar geworden. Ich lag noch immer im Bauch dieser Maschine, den Löschschaumgeschmack in meinem Mund. Ich erinnere mich, dass ich versuchte nicht darüber nachzudenken, was dieses merkwürdige rhythmische Geräusch über das Innere meines Schädels aufdecken wird. Ich versuchte nicht noch einmal diese 15 Sekunden größter Verzweiflung zu durchleben, die ich morgens auf der Suche nach meiner Tochter durchlebte und versuchte mir keine Gedanken darüber zu machen, wo meine Familie in dieser Nacht schlafen würde.

    Um wirklich Gottes Gnade zu verstehen muss das Herz bereit sein, unsere Bedürftigkeit anzuerkennen. 

    Weißt du, was ich festgestellt habe? Ich musste mich erst gar nicht wirklich darum bemühen. Ich habe etwas in meinem Leben erlebt, was erst ein paarmal vorgekommen ist. Ein einziger unabsichtlicher Gedanke hat sich unwiderruflich in meinem Kopf festgesetzt. Es war als würde er alle anderen Gedanken blockieren. 

    Ich bin ein Kind Gottes.

    Ich hätte so viele Gedanken haben können, aber es war eben dieser eine. Es war ungeplant und ungewollt, wie das Zeugnis eines anderen Menschen, das mir hilft klar zu denken. Es war die Stimme –  unerwartet aber doch vertraut – vom Heiligen Geist, der seine Rolle als Helfer ausführt: “Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.” (Röm. 8,16) Sein Trost war so mächtig und überwältigend, dass ich dachte, dass es vielleicht auf dem MRT Bild sichtbar sein würde. 

    Frieden ist das Vorrecht der Kinder Gottes. Dieser Frieden ist in verzweifelten Zeiten am stärksten. Gott geht mit seinen verletzten Kindern besonders liebevoll um. 

    Wessen Kind bist du?

    An diesem Abend saß meine frisch geduschte Familie eng auf unseren Hotelbetten beisammen und hörte dem Gouverneur unseres Bundesstaates zu. Er gab die weiteren verschärften Maßnahmen bekannt, die wegen einer mysteriösen Sache, die man Coronavirus nennt, festgelegt wurden. Sarah und ich schauten uns über die fünf kleinen Köpfe hinweg an. Wir mussten im Anbetracht der absurden Vielfalt an Gefahren, die allein an diesem einen Tag aufeinandertrafen, lächeln.

    Ein Dienstag im März, den wir nie vergessen werden.

    Aber dieser Tag gab meiner Frau und mir nur eine Starthilfe bei dem, was uns alle COVID-19 lehrt. Wir haben unser Leben nicht in der Hand. 

    Wir erleben, dass die medizinischen Experten weltweit nicht in der Lage sind, Heilmittel zu entwickeln, dass die Statistiker weltweit nicht wissen, wie die Ausbreitung am besten berechnet werden kann, dass die Industrien weltweit nicht in der Lage sind, mit der benötigten Versorgung Schritt zu halten, dass die Weltmärkte in Panik geraten und sich in einer Abwärtsspirale befinden. Selbst unsere Experten sind Kinder.

    Es betrifft aber auch unseren Alltag: Wir verlieren unsere Arbeit und Freiheiten, die wir noch vor ein paar Wochen als selbstverständlich gesehen haben. Wir machen uns Sorgen um Toilettenpapier und Brot. Darüber hätten wir vor ein paar Wochen noch gelacht. Aber diese fundamentalen Sorgen nehmen uns die Illusion unserer Abhängigkeit. Wir sind alle Kinder.

    Die eigentliche Frage lautet: Wessen Kind bist du? Du bist entweder das Kind von niemandem – ein Waise – oder du bist Kind von jemandem – ein Sohn oder eine Tochter Gottes. Verzweiflung zwingt uns dazu, den Unterschied zu sehen.

    Der Friede ist ein Vorrecht für die Kinder Gottes. Dieser Friede wird am stärksten in Zeiten der größten Verzweiflung. Gott ist besonders liebevoll zu seinen Kindern, wenn sie Schmerzen haben.

    Diejenigen, denen ihre Bedürftigkeit bewusst ist, können Kinder Gottes werden. Ihre Sünde trennt sie von einem heiligen Gott und der Tod ist ein Feind, dem man nicht entkommen kann. Die Verzweiflung kann uns dazu verleiten, darauf zu vertrauen, dass uns jemand anderes rettet. Es kann uns vor der Gefahr der Ewigkeit wachrütteln, die auf jeden von uns wartet, der nicht anerkennt, dass er von Jesus gerettet werden muss. Das allein ist der unbezahlbare Wert, den man erhält, wenn man zur Familie Gottes gehört. Verzweiflung ist ein Geschenk. 

    Wir sind immer Kinder

    Meistens ebbt die Verzweiflung irgendwann ab. Die Situationen, die uns beunruhigen dauern nur eine gewisse Zeit an und dann ist uns unsere Hilflosigkeit peinlich.

    Wenn ich jetzt zurückblicke, könnte mir meine Verzweiflung bei dem Hausbrand peinlich sein. Die Feuerwehrmänner haben mir gesagt, es hätte noch viel schlimmer kommen können. Das Haus steht noch. Betsie spielt glücklich und sicher mit den anderen Kindern im Garten unseres gemieteten Hauses. Vielleicht war diese Verzweiflung albern.

    Mir könnte auch meine Hilflosigkeit wegen des MRTs peinlich sein, weil das Ergebnis mir lediglich hohe Intelligenz bescheinigt – so erzähle ich das anschließend den Leuten. Wo auch immer diese Kopfschmerzen herkommen, es ist kein Tumor. Vielleicht war diese Art von Verzweiflung albern. 

    Eines Tages könnten wir versucht sein, dass uns unsere Verzweiflung über diese Pandemie peinlich ist. Wir werden da irgendwie durchkommen. Die meisten Menschen, die an COVID-19 erkranken, werden sich wieder erholen. Die Wirtschaft wird wieder anlaufen. Unternehmen werden wieder neue Mitarbeiter einstellen. Wir werden wieder unser Gefühl der Sicherheit zurückgewinnen. Also ist unsere jetzige Verzweiflung vielleicht albern. 

    Oder aber auch nicht. Vielleicht hilft sie uns dabei, klarer zu sehen als sonst. In Anbetracht der Angst sind wir alle Kinder. Aber andererseits sind wir auch immer Kinder.

     Jeremy Pierre lehrt Biblische Seelsorge am Southern Baptist Theological Seminary und dient als Pastor in der Gemeinde Clifton Baptist Church. Er lebt mit seiner Frau, Sarah und seinen fünf Kindern in Louisville (USA).

    Dieser Beitrag erschien zuerst bei TGC. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung. 

    https://www.thegospelcoalition.org/article/we-are-all-children-now/

  2. Rezension – Vom Anfang und Ende der Schizophrenie

    von

    Vom Anfang und Ende der Schizophrenie

    Eine neuropsychiatrische Perspektive auf das Schizophrenie-Konzept
    Kohlhammer, 2017

    Ludger Tebartz van Elst

    Buchrezension

    Der Autor ist Professor für Psychiatrie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau und Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg.

    Selbst für den Fachmann ist „Schizophrenie“ ein Begriff, der nach mehr als 100 Jahren psychiatrischer Forschung noch immer einem Wandel unterworfen ist. Ist die Schizophrenie eine Krankheit wie Diabetes oder Parkinson? Wie sicher ist die Diagnose? Sind die Experten sich bezüglich der Ursache(n) und der Behandlung einig? Auf Fragen wie diese findet man Hinweise und Antworten im vorliegenden Buch.

    Nach einer Beschreibung der Symptomatik und der Verlaufsformen einer „Schizophrenie“ widmet sich Tebartz van Elst der Entstehung des heutigen Schizophreniekonzepts aus geschichtlicher Sicht. Der Deutsche Psychiater Emil Kraepelin (1856–1926) fasste drei schon früher beschriebene Krankheitsformen (Hebephrenie, Katatonie, Paranoia) unter dem Begriff Dementia Praecox (frühzeitige Verblödung) zusammen. Patienten mit dieser Diagnose haben per Definition alle einen chronischen Verlauf, der mit dem Zerfall der Persönlichkeit (Demenz) endet. Wenig später wurde vom Schweizer Psychiater Eugen Bleuler (1857-1939) der Begriff Schizophrenie geschaffen. Er hat nicht nur den Namen, sondern auch die diagnostischen Kriterien verändert, so dass mehr Patienten diese Diagnose bekommen und nun auch gutartige Verläufe eingeschlossen sind. Bleuler sprach eigentlich von der Gruppe der Schizophrenien, womit schon die Heterogenität des Schizophreniekonzepts angedeutet wird. Doch davon später mehr. Einen weiteren wichtigen Beitrag zum heutigen Schizophreniekonzept hat der Deutsche Psychiater Kurt Schneider (1887-1967) geleistet. Im Gegensatz zu Bleuler stellte er für die Diagnose einer Schizophrenie seine „Symptome ersten Ranges“ (insbesondere akustische Halluzinationen („Stimmenhören“), Gedankeneingebung/Gedankenentzug und Wahnvorstellungen) in den Vordergrund.

    In weiteren Kapiteln wird eine Beschreibung von Normalität und (psychischer) Erkrankung durchgeführt (43 Seiten). Hier wird auf die beiden Erklärungsmodelle der kategorialen Phänomene (gesund – krank) und eines dimensionalen Verständnisses (fliessender Übergang von gesund zu krank) eingegangen. Der Autor bevorzugt das zweite Erklärungsmodell und weist darauf hin, dass psychotische Erlebnisse auch bei gesunden Menschen häufiger als angenommen vorkommen. Er zitiert eine Studie aus dem Jahr 2013, in der die Häufigkeit psychotischer Erlebnisse über die gesamte Lebenszeit mit 7.2 % angegeben wird (Seite 118).

    Im nächsten, wissenschaftlich recht anspruchsvollen, Kapitel werden neuroanatomische, neurochemische, genetische und persönlichkeitsstrukturelle Hypothesen und Modelle der „Schizophrenie“ besprochen. Auch das Vulnerabilitäts-Stress-Modell von Zubin & Spring wird vorgestellt.

    In den letzten beiden Kapiteln, die meines Erachtens die interessantesten dieses Buches sind, wird zuerst auf neuere Erkenntnisse der Neuropsychiatrie der „Schizophrenie“ eingegangen. Es werden beispielhaft einige rein somatische (körperliche) Ursachen psychotischer Symptome, die unerkannt oft zur falschen Diagnose einer Schizophrenie führen, vorgestellt. Es sind dies: 1. genetisch bedingte Stoffwechselstörungen (z.B. intermittierende Porphyrie, das 22q11-Syndrom, Niemann-Pick Typ C), 2. paraepileptische Störungen (bei etwa 7 % der Menschen mit der Diagnose „Schizophrenie“ oder „Schizoaffektive Störung“ wurden pathologische EEG-Befunde festgestellt, Seite 173) und 3. entzündliche Prozesse/Autoimmunerkrankungen (z.B. Hashimoto-Enzephalitis). Erst vor ca. 15 Jahren wurde die grosse Bedeutung von durch Autoantikörper verursachten Enzephalitiden (Gehirnentzündungen) als Grund einer psychotischen Symptomatik nachgewiesen (siehe die Internetseite des „Deutsches Netzwerk zur Erforschung der autoimmunen Enzephalitis (GENERATE)“ weiter unten).

    Sechzehn über das Buch verteilte Kasuistiken (Beschreibung von Krankheitsfällen) verdeutlichen in hilfreicher Weise die Vielfalt von möglichen körperlichen Ursachen für die Symptomatik einer „Schizophrenie“.

    Abschliessend wird das Für-und-Wider des Schizophreniebegriffs diskutiert. Bei der heutigen Definition der „Schizophrenie“ handelt es sich um ein Konstrukt, das es so nicht gibt. Um es mit den Worten eines der Führer der deutschen Schizophrenieforschung, Prof. Heinz Häfner vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim zu sagen: „Das Konstrukt einer Krankheitseinheit Schizophrenie des frühen Emil Kraepelin lässt sich nicht erfolgreich verteidigen. (…). Eine Vielzahl von verschiedenen körperlichen und psychischen Ursachen kann zur Diagnose einer Schizophrenie führen“. Des Weiteren ist noch zu erwähnen, dass auch die verschiedenen Subtypen sehr unterschiedlich sind. Der bei uns am häufigsten vorkommende Typ ist die „paranoid-halluzinatorische Schizophrenie“. Bei der Katatonie handelt es sich wahrscheinlich um eine eigenständige Krankheit, die gut auf eine Behandlung mit Benzodiazepinen (Lorazepam) und EKT (Elektrokrampftherapie) anspricht. Die Vielgestaltigkeit der Symptomatik und des Verlaufs nährt auch Zweifel an einer präzise definierten Krankheit „Schizophrenie“ (Seite 199). Dass die „Schizophrenie“ keine einheitliche Krankheit, sondern ein Sammelsurium von ganz verschiedenen Krankheiten und funktionellen Störungen ist, würde auch plausibel erklären, dass trotz grossem finanziellem und personellem Aufwand auf diesem Gebiet in den letzten Jahrzehnten keine wesentlichen Fortschritte erzielt wurden.

    Im Kapitel „Die Alternative – die Schizophrenien im nächsten Jahrhundert“ (ab Seite 214) schlägt der Autor aus der Sicht des Neuropsychiaters eine sehr hilfreiche neue Sichtweise der „Schizophrenie“ vor. Tebartz van Elst plädiert für die Abschaffung der „Schizophrenie“. Je nach Ursache der Symptomatik würde man dann etwa von einer „NMDA-Rezeptor-Enzephalitis mit paranoid-halluzinatorischem Syndrom“ oder von einer „paraepileptischen Katatonie“ sprechen. Der Autor macht auch sehr gute Vorschläge bezüglich einer adäquaten Anamnese (im Gespräch ermittelte Vorgeschichte eines Patienten in Bezug auf seine aktuelle Erkrankung) und der indizierten klinischen Untersuchungen (EEG, bildgebende Verfahren, Laboruntersuchungen), die so meist nicht ausgeführt werden. Es bleibt zu ergänzen, dass die Liste der möglichen somatischen Ursachen einer „Schizophrenie“ noch viel länger als in diesem Buch angedeutet ist. Neben (ererbten) metabolischen Störungen, Epilepsien und autoimmun induzierte Hirnentzündungen sind auch noch Infektionen (Viren, Bakterien, Parasiten), verschiedene Karzinome, Hormonstörungen (z.B. Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebenniere), Drogenmissbrauch, Nebenwirkung von Medikamenten, Nährstoffmangel (z.B. Vitamine B3 & B12), entzündliche Erkrankungen (z.B. Lupus, Sjögren), Hirnverletzungen u. a. zu nennen (siehe auch unter weiterführender Literatur). Daneben gibt es auch rein psychogen verursachte „Schizophrenien“ (z.B. durch Traumata).

    Die Diagnose einer „Schizophrenie“ und ihrer Subtypen (Diagnoseschlüssel: F 20) erfolgt ausschliesslich auf der Grundlage von Symptomen nach dem zurzeit noch gültigen Diagnosemanual der WHO, dem ICD-10 (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, Kapitel V (F)). Eine Unterscheidung, ob diese Symptome als Folge einer körperlichen Problematik oder psychogen verursacht sind, ist so nicht möglich. Die Behandlung erfolgt dann in der Regel im Rahmen einer reinen Symptomunterdrückung mit Neuroleptika (Antipsychotika).

    Abschliessend sollen die Konsequenzen einer falschen Sicht der „Schizophrenie“ erläutert werden. Für die richtige Therapie ist die richtige Diagnose unabdingbare Voraussetzung. So wie in der Zeit vor den Antibiotika viele Menschen mit der Diagnose „Schizophrenie“ unter einer Infektion mit dem Bakterium Treponema pallidum (Erreger der Syphilis/Lues) litten, die die einzige Ursache der psychischen Symptomatik war, so ist auch heute davon auszugehen, dass bei einem gewissen Anteil der „Schizophrenen“ eine körperliche Erkrankung die Ursache der psychotischen Symptomatik ist. Bei Vorliegen solch einer somatischen Problematik muss diese zielgerichtet behandelt werden (z. B. mit Antibiotika, Kortison oder Antiepileptika). Die psychische Symptomatik wird dann von alleine zurückgehen. Eine internistische und eine neurologische Abklärung sollte immer durchgeführt werden, um Fehldiagnosen und unnötiges jahrelanges Leiden zu verhindern. Dies ist im Nachhinein auch bei einer „Therapieresistenz“ unbedingt angezeigt. Entsprechende Untersuchungen werden u. a. an der Universitätsklinik in Freiburg i. Br. durchgeführt.

    In diesem Buch wird die „Schizophrenie“, wie der Untertitel schon sagt, aus der Perspektive der Neuropsychiatrie betrachtet, die diese Störungsbilder als durch eine Funktionsstörung des Gehirns verursacht versteht. Diese Perspektive hat ihre Grenzen und kann nur einen Teil der „Fälle“ erklären. Weder psychisch verursachte (d.h. psychogene) Psychosen werden berücksichtigt, noch Psychosen, deren organische Ursache (noch) nicht gefunden wurde (d.h. die weiterhin als „endogen“ bezeichnet werden). Die vorgestellte Sichtweise und Kritik am heutigen Schizophreniekonzept ist gut fundiert und wird so in den gängigen Lehrbüchern der Psychiatrie nicht gefunden. Auch für so manchen praktizierenden Psychiater handelt es sich hier um „Neuland“.

    Was kann der Seelsorger aus diesem Buch für seinen Umgang mit Betroffenen lernen?
    Zusammenfassend einige wichtige Aussagen:
    1. „Schizophrenie“ ist keine Krankheit, sondern ein Konstrukt (Etikett), unter dem verschiedene Symptome zusammengefasst werden. Sie ist keine Krankheit wie Parkinson oder Diabetes, sondern vielmehr ein Sammelsurium von ganz verschiedenen körperlichen Erkrankungen und psychischen Problemen, die sich in einer ähnlichen Symptomatik äussern.
    2. Eine „Schizophrenie“ wird auf der Grundlage von Symptomen (Fragebogen) diagnostiziert. Eine Unterscheidung oder gar Identifikation der Ursachen ist so nicht möglich.
    3. Der Übergang zwischen „normal“ und „krank“ ist fliessend. Eine genaue Abgrenzung ist nicht möglich.
    4. Ein Teil der Menschen mit der Diagnose „Schizophrenie“ hat als Ursache eine ausschliesslich körperliche Erkrankung/Problematik. Bei einer entsprechenden somatischen Therapie oder Vermeidung des auslösenden Faktors geht die Symptomatik in der Regel ohne Psychopharmaka zurück.
    5. Die Diagnose „Schizophrenie“ ist sehr ernst und hat oft weitreichende Auswirkungen im Leben der Betroffenen. Aus diesem Grund sollte in jedem Fall eine umfassende internistische und neurologische Untersuchung durchgeführt werden, um behandelbare körperliche Erkrankungen auszuschliessen. Diese wurde von den behandelnden Ärzten oft nicht, oder nicht umfassend genug, durchgeführt.

    Für diejenigen, die sich intensiver mit dieser Thematik beschäftigen wollen, stellt dieses Buch eine gute und zeitgemässe Ergänzung dar, die wir gerne empfehlen.
    Denen, die auch ohne das Buch einen weiteren Einblick in diese Thematik erhalten möchten, seien die weiter unten aufgeführten Beiträge und der Vortrag von Prof. Tebartz van Elst empfohlen.

    Dr. rer. nat. Martin Schumacher
    Weihnachten 2018

    Beiträge und Vortrag zum Thema
    Schizophrenie – Eine Autoimmunerkrankung?
    https://www.swr.de/odysso/das-ende-der-schizophrenie/-/id=1046894/did=21312316/nid=1046894/1x6iu1a/index.html

    Krise der Psychiatrie: Diagnosendämmerung
    https://www.deutschlandfunk.de/krise-der-psychiatrie-diagnosendaemmerung.740.de.html?dram:article_id=431710

    Vortrag “Gehirn und Krankheit – Die Abschaffung der Schizophrenie?
    Die Neudefinition der psychiatrischen Krankheiten” am Universitätsklinikum Freiburg (2015) https://www.youtube.com/watch?v=bB_87iL_3Kc

    Deutsches Netzwerk zur Erforschung der autoimmunen Enzephalitis (GENERATE)
    https://generate-net.de/

    Ein Verzeichnis der Zentren in Deutschland und dem nahen Ausland, in denen diese Untersuchungen durchgeführt werden, findet man hier:
    https://generate-net.de/zentren.html

    Weiterführende Literatur
    James Morrison, When Psychological Problems Mask Medical Disorders, Guilford Press,
    New York 2015

    Robert Taylor, Psychological Masquerade – Distinguishing Psychological from Organic
    Disorders, 3rd Edition, Springer, New York 2007

    Rudolf Cardinal & Edward Bullmore, The Diagnosis of Psychosis, Cambridge University Press, Cambridge 2011

    Anthony David u. a., Lishman’s Organic Psychiatry, 4th Edition, Wiley, Oxford 2012

    Ghazi Asaad, Understanding Mental Disorders Due To Medical Conditions Or Substance Abuse: What Every Therapist Should Know, Brunner/Mazel, Florence 1995

    Raymond Lake, Schizophrenia is a Misdiagnosis, Springer, New York 2012

  3. Thomas Wohler

    von

    Vorstellung Leitungskreis: Thomas Wohler


    Thomas Wohler ist Absolvent des Theologisch-Diakonischen Seminars (TDS) in Aarau / Schweiz. Er war zunächst sechs Jahre im Pfarramt der Evangelisch-reformierten Landeskirche in St.Gallen tätig und ist seit 1999 Pfarrer in der Freien Kirche Uster. Thomas ist verheiratet mit Esther und hat drei erwachsene Kinder.

     

    Auf die Frage hin, weshalb Biblische Seelsorge für ihn so wichtig ist, antwortet Thomas:

    Seit meiner Kindheit hat Gott in mein Herz ein tiefes Vertrauen in die Bibel als das wahrhaftige und unfehlbare Wort Gottes verankert. Während meiner Ausbildung sind mir die Reformatoren des 16. Jahrhunderts vertraut geworden. Ihr Leben und ihr unerschütterlicher Glaube an den Dreieinigen Gott haben mich tief beeindruckt. Die reformatorische Theologie hat mir für die Gemeindearbeit ein solides Fundament gelegt, das sich bewährt hat und immer wieder neu bewährt.

    Als ich vor einigen Jahren auf den 3L-Verlag aufmerksam gemacht worden bin, las ich zuerst ein paar Bücher von Martyn Lloyd-Jones. Diese Bücher waren hilfreich und ermutigend. Da Lloyd-Jones immer wieder auf die Puritaner verwies und der 3L-Verlag anfing, eine stattliche Anzahl puritanischer Literatur herauszubringen, hat es mich vollends gepackt. Die praktische, lebensnahe und für den Glaubensalltag konkrete Theologie hat mein Interesse an Seelsorge weiter genährt. Und so begann ich auch noch die zeitgenössischen Autoren der Seelsorgebücher aus dem 3L-Verlag zu verschlingen.

    In dieser Zeit entstand ein erster Kontakt zu der „Interessengemeinschaft für Biblische Seelsorge“ (IfBS) in der Schweiz. Schließlich hatte ich das Vorrecht im Rahmen meines Studienurlaubs im Jahr 2012 als Gasthörer ein Semester am CCEF (Christian Counseling & Educational Foundation) bei Philadelphia in Pennsilvania zu besuchen. Über alle diese Begebenheiten kam es bald danach zu weiteren Kontakten in Deutschland und der sich dort anbahnenden Idee, ein Netzwerk für Biblische Seelsorge im deutschsprachigen Raum aufzubauen.

    Der Ansatz der Biblischen Seelsorge ermutigt mich im Gemeindealltag immer wieder auch angesichts von Leid, Sünde und Schwachheit darauf zu vertrauen, dass Gott sein Werk, das er in den Gläubigen angefangen hat, gewiss auch vollenden wird. Zu erkennen, dass das höchste Ziel meiner Existenz die Ehre und Anbetung Gottes ist, gibt meinem Leben höchsten Sinn und vollkommene Erfüllung. Zu wissen, dass wir es mit einem souveränen und gerechten Gott zu tun haben, schenkt mir Trost und Gelassenheit auch dort, wo ich selber nur ohnmächtig und sprachlos bin. Zu sehen, dass Gottes Wort lebendig und wirksam ist, dass es sündige, verhärtete oder verbitterte Herzen heilsam entlarvt und durch Gottes Gnade verändert – selbst wenn sich schlimmste äussere Umstände nicht (sofort) verändern bzw. verhindern lassen sollten, bin ich immer wieder erstaunt über unseren wunderbaren und treuen Erlöser und Hirten Jesus Christus, von dessen Liebe uns nichts und niemand je trennen und aus dessen Hand uns niemand je reißen könnte.

    Was für eine unerschütterliche Hoffnung! Was für ein herrlicher Gott! Weshalb also Biblische Seelsorge? Weshalb nur Biblische Seelsorge? Genau deshalb: denn „Das ist mein Trost in meinem Elend, dass dein Wort mich am [ewigen] Leben erhält!“ (Psalm 119,50) … zu Gottes Ehre und zu unserer ewigen Freude!

  4. Friedhelm Anhuth

    von

    Vorstellung Leitungskreis: Friedhelm Anhuth

     

    Friedhelm Anhuth leitet nach 35jähriger Berufstätigkeit in der Wirtschaft zusammen mit seiner Frau Gudrun den 3L Verlag, der im Februar 2000 in Friedberg gegründet wurde.
    Gemeinsam mit Michael Martens als Pastor war Friedhelm mehrere Jahre Ältester in der FeG Friedberg.

     

    Auf die Frage hin, weshalb Biblische Seelsorge für ihn so wichtig ist, antwortet Friedhelm:

    Es begann mit dem Lesen der Puritaner, die im Kern immer wieder auf die Notwendigkeit der Veränderung des Herzens hinweisen, um in der persönlichen Heiligung zu wachsen. Dies ist ja auch ein zentraler Punkt in der Biblischen Seelsorge. Praktizierte Biblische Seelsorge ist nicht nur wichtig für Kirchen und Gemeinden allgemein, sondern für jeden einzelnen von uns, um ein Leben zur Ehre und Herrlichkeit Gottes zu führen.

    Aus diesem Grund war Biblische Seelsorge im 3L Verlagsprogramm von Anfang an ein Schwerpunkt. So veröffentlichten wir schon im Jahr 2003 das erste Seelsorge Buch „Befreit leben“ (engl. Titel „When people are big and God is small“ von Edward T. Welch).
    In der Zeit der ersten Veröffentlichung intensivierten wir auch den Kontakt zu CCEF (Christian Counseling and Educational Education) in Philadelphia und nahmen an mehreren Seelsorgekonferenzen von CCEF in den USA teil.
    Da wir als Verlag von der Arbeit des CCEF und seiner Autoren wie Edward T. Welch, David Powlison und Paul D. Tripp, um nur einige zu nennen, überzeugt waren, folgten nun Jahr für Jahr mehrere Bücher dieser Autoren.
    Neben diesen Veröffentlichungen weiterer Seelsorgetitel war es mir zusammen mit Michael M. immer ein Anliegen, Biblische Seelsorge in den Gemeinden bekannt zu machen. Es hat allerdings dann noch Jahre gedauert, bis diese Idee mit der Gründung des NBS verwirklicht wurde.
    Mir ist es ein Anliegen, durch den 3L Verlag die Arbeit des Netzwerkes mit biblisch fundierter Seelsorge-Literatur zu unterstützen, damit neben dem Wort Gottes auch Bücher helfen, Herzen zu verändern und unserem Herrn immer ähnlicher zu werden.

    Friedhelm und seine Frau Gudrun sind seit 1968 verheiratet und haben 5 Kinder und 10 Enkelkinder.