1. Friedhelm Anhuth

    von

    Vorstellung Leitungskreis: Friedhelm Anhuth

     

    Friedhelm Anhuth leitet nach 35jähriger Berufstätigkeit in der Wirtschaft zusammen mit seiner Frau Gudrun den 3L Verlag, der im Februar 2000 in Friedberg gegründet wurde.
    Gemeinsam mit Michael Martens als Pastor war Friedhelm mehrere Jahre Ältester in der FeG Friedberg.

     

    Auf die Frage hin, weshalb Biblische Seelsorge für ihn so wichtig ist, antwortet Friedhelm:

    Es begann mit dem Lesen der Puritaner, die im Kern immer wieder auf die Notwendigkeit der Veränderung des Herzens hinweisen, um in der persönlichen Heiligung zu wachsen. Dies ist ja auch ein zentraler Punkt in der Biblischen Seelsorge. Praktizierte Biblische Seelsorge ist nicht nur wichtig für Kirchen und Gemeinden allgemein, sondern für jeden einzelnen von uns, um ein Leben zur Ehre und Herrlichkeit Gottes zu führen.

    Aus diesem Grund war Biblische Seelsorge im 3L Verlagsprogramm von Anfang an ein Schwerpunkt. So veröffentlichten wir schon im Jahr 2003 das erste Seelsorge Buch „Befreit leben“ (engl. Titel „When people are big and God is small“ von Edward T. Welch).
    In der Zeit der ersten Veröffentlichung intensivierten wir auch den Kontakt zu CCEF (Christian Counseling and Educational Education) in Philadelphia und nahmen an mehreren Seelsorgekonferenzen von CCEF in den USA teil.
    Da wir als Verlag von der Arbeit des CCEF und seiner Autoren wie Edward T. Welch, David Powlison und Paul D. Tripp, um nur einige zu nennen, überzeugt waren, folgten nun Jahr für Jahr mehrere Bücher dieser Autoren.
    Neben diesen Veröffentlichungen weiterer Seelsorgetitel war es mir zusammen mit Michael M. immer ein Anliegen, Biblische Seelsorge in den Gemeinden bekannt zu machen. Es hat allerdings dann noch Jahre gedauert, bis diese Idee mit der Gründung des NBS verwirklicht wurde.
    Mir ist es ein Anliegen, durch den 3L Verlag die Arbeit des Netzwerkes mit biblisch fundierter Seelsorge-Literatur zu unterstützen, damit neben dem Wort Gottes auch Bücher helfen, Herzen zu verändern und unserem Herrn immer ähnlicher zu werden.

    Friedhelm und seine Frau Gudrun sind seit 1968 verheiratet und haben 5 Kinder und 10 Enkelkinder.

  2. Befreit Leben – Leseprobe

    von

    Heute stellen wir ein Buchkapitel aus Edward T. Welch „Befreit Leben“ vor.

    Wen fürchten wir (wen meinen wir zu brauchen, wer beherrscht uns)?
    Fürchten wir Gott oder die Menschen? Die Bibel nennt uns
    drei Beweggründe für unsere Menschenfurcht:
    1. Weil Menschen uns bloßstellen und demütigen können
    2. Weil wir von ihnen abgelehnt, lächerlich gemacht und
    verachtet werden können
    3. Weil wir angegriffen, unterdrückt oder bedroht werden können
    Selbstachtung, Gruppenzwang, Ablehnung, das ständige Streben nach Anerkennung – der Autor Edward T. Welch entlarvt diese Verhaltensweisen als Menschenfurcht. Menschen werden größer und mächtiger angesehen als Gott. Aus dieser „Furcht“ heraus geben wir ihnen die Macht und das Recht, uns vorzuschreiben, was wir fühlen, denken und tun sollen. Die Frage, ob wir uns lächerlich machen, beschäftigt uns viel mehr (Menschenfurcht) als die Frage, ob unser Verhalten Sünde ist (Gottesfurcht).
    Edward T. Welch zeigt den biblischen Weg aus dieser Sackgasse – den Weg zu einem echt befreiten Leben.

    Was wir wirklich brauchen

    Doch nun zurück zu der Frage: Wer sind wir? Wir haben gesehen, dass manches, was wir als echtes Bedürfnis empfinden, nichts
    mit dem Ebenbild Gottes in uns zu tun hat. Aber wir haben noch nicht darüber gesprochen, wie dieses Ebenbild aussieht. Was ist die biblische Alternative zur Auffassung, der Mensch sei ein leerer Becher?
    Da der Mensch als Abbild Gottes ja Gott ähnlich ist (1.Mose 1,27), muss unsere erste Frage lauten: „Wer ist Gott?“ Jede Lehre über die Gottesebenbildlichkeit des Menschen muss mühelos und ständig zwischen
    Gotteserkenntnis und Selbsterkenntnis hin und her wechseln können. Erst mit einer klaren Gotteserkenntnis
    können wir auch fragen: „Wer sind wir?“

    Wer ist Gott und was „braucht“ er?
    Bei Gott und seinem Reich geht es, ganz schlicht und ergreifend, um Gott – um den dreieinigen Gott, den Heiligen Israels. Was braucht der dreieinige Gott? Er braucht nichts. Er ist sich selbst genug. Der Vater liebt den Sohn, und der Sohn freut sich am Vater und will nichts als seinen Willen. Gottes größte Freude ist die Freude an sich selbst. Das mag im ersten Moment seltsam klingen, aber können wir ernsthaft denken, Gott könnte sich für irgendetwas anderes verzehren, das niedriger ist als sein eigenes, vollkommenes und heiliges Wesen? Das wäre auch für ihn Götzendienst. Denn damit würde er etwas anderes über sich, den Schöpfer, erhöhen. Gottes Absicht aber ist, sich selbst und seine Herrlichkeit groß zu machen. Er will seinen Namen erhöhen. „Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit!“ (Röm 11,36).

    Wenn du mehr lesen willst, kannst du dir das Kapitel 9 hier als PDF herunterladen: Befreit Leben – Leseprobe.

  3. Vorstellung des EBTC

    von

    Institutioneller Partner

     

    Unser Ziel ist:
    Treue Menschen für das Werk des Dienstes auszubilden
    2. Tim 2,2

     

    Das EBTC ist eine private Bibelschule, die 2001 mit dem Ziel gegründet wurde, Gemeinden bei der Zurüstung ihrer Mitarbeiter zu unterstützen.
    Unser Schwerpunkt und unsere Leidenschaft bestehen darin, Männer für den Predigtdienst auszubilden. Die Lehrer des EBTC sind alle in den aktiven Gemeindedienst eingebunden und kommen aus unterschiedlichen Denominationen und Regionen. Sie vereint das uneingeschränkte Vertrauen in die Inspiration, Irrtumslosigkeit und Allgenugsamkeit des Wortes Gottes für das Leben und den Dienst.
    Unser Ziel ist die Vertiefung und Festigung des Verständnisses der grundlegenden biblischen Lehren. Das Studium des Wortes Gottes ist kein Selbstzweck! Gott will, dass wir dem Bilde seines Sohnes gleichgestaltet werden.
    Im Sinne von 2Tim 4,1-5 wollen wir Gottes Wort predigen und der Gemeinde dienen, damit Gott geehrt und sein Reich vorangetrieben wird.

    Die beiden Aufbaujahre BIBLISCHE SEELSORGE I UND II richten sich an aktive Mitarbeiter (-innen) in der Gemeinde, um diese für den praktischen Seelsorgedienst in der Ortsgemeinde auszubilden und ihnen Hilfestellung für diese wichtige Arbeit zu geben.

    Der Unterricht findet jedes Schuljahr an 10 Wochenenden von September bis Juni statt.
    Inhalte und Umfang entsprechen dem Seelsorgeprogramm von ACBC (Association of Certified Biblical Counselors).

    Ziele der Aufbaujahre Biblische Seelsorge I & II:

    Biblische Seelsorge ist nicht nur für die Gemeindeleitung ein Thema, sondern alle Gläubigen sind aufgefordert einander in Liebe zu ermahnen.
    Wie in allen anderen Bereichen des Lebens bildet die Schrift auch im Hinblick auf Seelsorge die einzig verbindliche Basis, an der letztlich alles, was wir tun, gemessen wird. Als Christ soll ich mir Gedanken darüber machen, wie ich meinen Geschwistern besser dienen kann. Eine ganz praktische Art und Weise meinem Nächsten zu dienen ist, sich um das Wohl seiner „Seele zu sorgen“.
    Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass wir nicht nur gut gemeinte Ratschläge erteilen, sondern in Übereinstimmung mit der Bibel unseren Freunden mit Rat und Tat zur Seite stehen und uns immer wieder vor Augen führen, dass Gott souverän ist und es letztendlich immer um seine Ehre und Verherrlichung geht.

    Fächer der Aufbaujahre Biblische Seelsorge I & II:
    Hermeneutik (BS 1&2)
    Grundlagen der BS (BS 1)
    BS in Ehe & Familie (BS 1)
    Charakterbildung (BS 1&2)
    Fallstudien (BS 1)
    Probleme und Handhabungen (BS 1&2)
    Sprüche (BS 2)
    Praktikum (BS 2)
    Beobachten & Analysieren (BS 2)

    10 Wochenenden:
    September bis Juni

    freitags: 8:00 – 20:00 Uhr
    samstags: 8:00 – 17:30 Uhr

    15-25 Schüler pro Klasse

    ca. 10 Std. Hausaufgaben pro Woche

    Zertifikat mit 15,5 (Jahr 1) oder 13,5 (Jahr 2) Leistungspunkten

    https://ebtc-online.org/bibelschule/aufbaujahr/biblische-seelsorge/

     

  4. Warum ich? Trost aus Psalm 10

    von

    Heute stellen wir ein Buchkapitel aus David Powlisons „Seelsorge im Licht der Bibel“ vor. In diesem Buch geht es darum, die Menschen und die Probleme in ihrem wirklichen Leben zu verstehen. Powlison schreibt: „Mein Ziel in diesem Buch ist es, uns dabei zu helfen, dass wir im Kontext der Seelsorge Gott sehen. Wie können wir sehen, was er sieht, hören, was er sagt, und tun, was er tut? Wenn wir das begreifen, werden wir den Menschen mit mehr Verständnis begegnen und sind noch besser befähigt, ihre Seele zu heilen.
    Gottes Stimme spricht in das wirkliche Leben hinein! Um die Probleme des täglichen Lebens aufgreifen, erforschen und enträtseln zu können, müssen wir versuchen, das echte Leben durch Gottes Augen zu interpretieren. In Kapitel 5 wendet der Autor Psalm 10 auf Menschen in leidvollen Situationen an.

    Warum ich? Trost aus Psalm 10

    Helens Mann hat sie betrogen. Lange Jahre hat er den treuen Ehemann und Vater gespielt, der die Familie versorgt und sogar in die Kirche geht. Aber nebenher hatte er, ohne dass Helen etwas geahnt hätte, in drei verschiedenen Städten eine Geliebte. Helen hatte ihm sämtliche Finanzfragen überlassen, auch die halbe Million Dollar, die sie geerbt hatte. Er hat das Geld unter seinem Namen angelegt, einen großen Teil davon verspielt oder zur Finanzierung seines unmoralischen Lebensstils verwendet und sogar noch Schulden gemacht. Helen hat von allem nichts gewusst, aber ihr blieben andere böse Dinge nicht verborgen. Über Jahre hinweg hatte er sie zu sexuellen Praktiken gezwungen, die ihr zutiefst zuwider waren. In der Öffentlichkeit hatte er sich gutmütig gezeigt, zu Hause jedoch war er zänkisch und drohte sogar, sie zu schlagen. Regelmäßig bedachte er sie mit Schimpfworten und an jedem Problem gab er ihr die Schuld.
    Helen litt schweigend bis durch den Konkurs sein Doppelleben ans Licht kam. Helen war Christ und hatte in allem sexuellen und verbalen Missbrauch bei Gott ihre Zuflucht gesucht. Aber als ihr Leben zerbrach, kam sie sich schutzlos und verlassen vor. Die ganze Zeit hatte sich ihr durchaus echter Glaube an Gott mit dem Hang vermischt, den Schein zu wahren. „Lass dir nicht anmerken. Tu so, als wer nichts, dann wir schon alle gut.“ Aber jetzt konnte sie nicht mehr so tun als ob, Sie hatte ein Problem.
    Was sollte sie sagen? Was sollte sie denken? Was tun? Wo ist Gott in einer solch verheerenden Situation? Gott kennt unser Herz, Er weiß schon im Voraus, was wir solche Fragen in stürmischen Zeiten stellen. Und sein Wort gerade solchen Menschen in solchen Situationen Hoffnung, Kraft und Trost zu. Psalm 10 zum Beispiel wurde für Menschen geschrieben, die zum Opfer andere geworden sind. Für Menschen wie Helen. Er spricht von Klage und Zuversicht. Er handelt nicht vom So-tun-als-ob, sondern davon, wie man der Wahrheit und der Realität ins Auge sieht.

    Wenn du mehr lesen willst, kannst du dir das Kapitel 5 hier als PDF herunterladen: Seelsorge im Licht der Bibel – Leseprobe.