NBS – Konferenz 2018

Stimmen zur NBS Konfrenz 2018

“Auf die letzte NBS-Konferenz hatte ich mich besonders gefreut! Das Thema lautete „Biblische Seelsorge & Krankheit“. Jeder Pastor kennt die Spannung zwischen einer geistlichen und medizinischen Einordnung von Nöten der Menschen. Ich war gespannt darauf, wie die Vorträge und Seminare diese beiden Pole behandeln werden. Die Hauptreferenten waren auf beiden Gebieten zuhause. Zum einen sind sie praktizierende Ärzte mit jahrelanger Erfahrung, zum anderen sind sie aktive Seelsorger, die ihren Dienst unter den Prämissen „Biblischer Seelsorge“ tun. Beeindruckt hat mich die Kompetenz und Liebe, mit der sie über die Nöte leidender Menschen sprachen und ihr tiefes Vertrauen in Gottes Wort in der Seelsorge. Während wir dankbar jede medizinische Errungenschaft annehmen, sehen wir auch ihre Begrenztheit. Wenn das Ziel der Seelsorge Gottes Herrlichkeit ist, so können wir sein Wort annehmen als „Mittel“, das diese Begrenztheit nicht kennt, sondern Trost, Ermutigung und Kraft zur Veränderung in sich hat. Die Konferenz hat mich ermutigt, Gottes Wort zu vertrauen und für seine Hilfe in jeder Form dankbar zu sein.”

Andreas Dück (Warendorf)

 

“Bei einer Verordnungshäufigkeit von 2,2 Milliarden Tagesdosen stehen die Psychopharmaka nach Blutdrucksenkern an zweithöchster Verordnungsstelle in Deutschland. Unter den Psychopharmaka stehen die Antidepressiva an erster Stelle, welche im Jahre 1950 ein Verordnungsvolumen von 0% hatten. 
Das Seminar von Martin Schuhmacher mit dem Thema: “Psychopharmaka: Wirkungsweise, Pro und Contra, Nutzen und Risiken“ auf der diesjährigen NBS-Konferenz war top aktuell. Insbesondere durch die Vorstellung einer Meta-Analyse aus dem Jahre 2018 über die Wirkungsweise moderner Antidepressiva, in der 116.477 Patienten zusammengefasst waren, wurde dies unterstrichen. Es zeigte sich hier keine statistische Signifikanz für eine bessere Wirksamkeit moderner Präparate. Die alten Medikamente, wie Amitryptilin, welches seit über 50 Jahren bei Depressionen Anwendung findet, waren sogar überlegen. Bei leichten Depressionen zeigte sich die Psychotherapie bzw. Gesprächstherapie in ihrem Therapieerfolg gleichwertig zur medikamentösen Therapie. 
Der historische Überblick bzgl. verschiedener Psychopharmaka war sehr informativ, da hier ziemlich klar wurde, dass es keine wesentlichen Fortschritte bei neueren Medikamenten gibt. Insgesamt stellte Martin Schumacher auf sehr verständliche Weise die aktuellen wissenschaftlichen Daten sehr objektiv dar.”

Dr. med. Michael Matzer (Würzburg)

 

Highlights aus medizinischer Sicht waren die wissenschaftlich sehr profunden und informativen Seminarvorträge von Dr. rer. nat. Martin Schumacher zur Thematik der Hypothese psychischer Erkrankung und deren medikamentöser Behandlungsansätze. Didaktisch hervorragend dargelegt und mit zahlreichen aktuellen wissenschaftlichen Studien belegt verstand es Herr Dr. Schumacher die oft als „wissenschaftlich bewiesene Theorie“ dargestellte chemische Imbalance im synaptischen Spalt als Ursache psychischer Erkrankungen zu „entmythologisieren“ und sie den tatsächlichen wissenschaftlichen Studienergebnissen gegenüberzustellen. Auch die kritische Bewertung diverser Psychopharmaka, wie etwa die nur geringfügig über Palceboniveau liegende Wirkung von Antidepressiva, war eine von vielen sehr relevanten Informationen für die ärztliche Tätigkeit im Alltag. Fazit: Diese Vorträge sollten Pflichtvorlesungen für angehende und klinisch tätige Mediziner werden.”

Dr. med. Rolf Degel (Erlangen)

 

 

 

Vortrag “Wozu das Leid” von Michael Martens

Die zum Vortrag gehörenden Folien gibt es hier.